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Anerkennung IVR 23

Gemäss Auftrag der GDK bietet der IVR ein Verfahren zur Qualitätssicherung

Qualität im Rettungswesen

«Die Qualität ist der Umfang des Erfolges, der unter optimalen Verhältnissen und vertretbaren Kosten tatsächlich zu erreichen ist».                                                        Avedis Donabedian, 1968

Der Interverband für Rettungswesen (IVR) hat sich dem Qualitätsmanagement in der präklinischen Phase zu einem wesentlichen Ziel gemacht. Er wird dabei durch die Schweizerische Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) unterstützt, die ihm per 1.1.2002 ein entsprechendes Mandat erteilt hat.

Auch die Krankenversicherer sind am Thema „Qualitätssicherung im Rettungswesen" hochgradig interessiert.

Der IVR verfolgt dieses Ziel mit dem Mittel der Anerkennungsverfahren für Rettungsdienste und Sanitätsnotrufzentralen (SNZ 144). Darin wird festgelegt, welche qualitätssichernden und -fördernden Elemente vorhanden sein müssen, damit ein Rettungsdienst (RD) und eine SNZ 144 die IVR-Anerkennung erwerben können.

Praktisch jedes Qualitätssicherungssystem im Gesundheitswesen umfasst die Aspekte: Strukturen, Prozesse und Ergebnisse. Um als IVR anerkannter Rettungsdienst oder anerkannte SNZ 144 IVR zu gelten, muss ein Betrieb in allen diesen Punkten wesentliche Vorgaben erfüllen.

Strukturen: Minimale personelle und technische Mittel sind verfügbar.

Prozesse: Wichtige Abläufe sind geregelt und werden regelmässig überprüft.

Ergebnisse: Der Rettungsdienst und die SNZ 144 setzen sich regelmässig mit wesentlichen und messbaren Ergebnissen ihrer Tätigkeit auseinander.

Der IVR will namentlich die Bereiche Prozess- und Ergebnisqualität fördern. Gute Strukturen allein werden keine Anerkennung erlauben.
Die IVR-Anerkennung kann auch für einen regionalen Verbund von Rettungsdiensten beantragt werden, sofern die zusammengeschlossenen Dienste die Anforderungen gemeinsam erfüllen.

Der IVR besitzt eine ständige Qualitätskommission, welche die Verfahren mit anerkannten im Rettungswesen tätigen Experten und Mediziner überprüft und koordiniert. Im Weiteren besitz der IVR dafür zwei Personen in Teilzeitanstellung und jahrelanger Einsatzerfahrung, welche die Verfahren mit Rat und Tat begleiten und den Betrieben mit untenstehenden Papieren beim QM-Verfahren helfen.

Download: PDF Datei [66]
Tarife Anerkennung Rettungsdienste und Sanitätsnotrufzentralen

Download: PDF Datei [694]
Ausführungsbestimmungen zu Ziffer 6.8 und 7.3 der Richtlinien zur Anerkennung von Rettungsdiensten betreffend die Delegation von Kompetenzen

Download: PDF Datei [1458]
Musterhandbuch zur Anerkennung von Rettungsdiensten

Download: Word Datei [652]
Ankreuzbare Checkliste zur Anerkennung der Rettungsdienste

Bei Bedarf vermittelt der IVR zudem auch gerne externe  Experten, welche Rettungsdienste als Coach über eine längere Zeitperiode im Annerkennungs- und QM-Verafahren  vor Ort unterstützen. Auch diese Pesonen sind anerkannte Experten und verfügen zu dem als Coach und/oder Organisationsberater über Zusatzqualifiaktione. Für rettungsdienstliche Betriebe, welche mit Qualitätsmassnahmen und grösseren Projekten innerhalb ihrer Organisation nicht sonderlich vertraut sind kann sich eine solche externe Unterstützung durchaus lohnen. Die Prozesse können so unter Umständen zielgerichteter und qualitativ auf hohem Niveau gesteuert werden. 

 

Ganz Allgemein zur Qualität im Gesundheitswesen:

Donabidian

Donabedian Avedis weitete die Qualitätsdefinition für das Gesundheitswesen aus, indem er Qualität nicht nur auf das «technische Management» bezog, sondern zwischenmenschliche Beziehungen, Zugang und die Kontinuität von Pflege mit einschloss.
Zur Person: Donabedian, Avedis, MD, MPH, emeritierter Professor Public Health an der Universität von Michigan und Soziologe, war  d e r   Begründer von der Qualitätsforschung im Gesundheitswesen.

Von ihm stammen die Begriffe Strukturkriterien, Prozesskriterien und Ergebniskriterien als Pfeiler für die Qualitätssicherung. Er widmete sein Leben der Verbesserung der Qualität von Pflege und Pflegesystemen und leitete Forschung in diese Richtung. Er wurde «father of outcomes research» genannt. Er war mehrfacher Award-Gewinner, Autor von acht Büchern und hat mehr als fünfzig peer-reviewed Artikel und unzähligen Artikel über Qualitätsforschung verfasst.

 

 

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